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Erfahrungsbericht einer Mentee

Sabine Mayersieck, FH Wiesbaden

Seit 1999 studiere ich Fernsehtechnik und elektronische Medien an der Fachhochschule Wiesbaden. Auch wenn es sich um eine FH handelt, kommt man nur selten in Berührung mit der gewünschten Praxisnähe.
Diese Möglichkeit gibt mir meine Mentorin, mit der ich seit circa einem halben Jahr kooperiere. Sie ist Geschäftsführerin einer Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft, die Filmbeiträge für das öffentlich-rechtliche und private Fernsehen produziert und bearbeitet.

Wenn es meine Mentorin einrichten kann, komme ich jede Woche zu ihr und verfolge ihren Berufsalltag, ich bin z.B. beim Schnitt dabei oder lese Drehbücher. Vor einiger Zeit hat mir meine Mentorin die Möglichkeit gegeben, einen Tag lang bei einem Dreh für einen Fernsehbeitrag dabei zu sein. Den Aufwand, der für einen 4-minütigen Beitrag nötig ist, habe ich unterschätzt. Im Studium wird einem der technische Hintergrund vermittelt, dass es aber bis zu einer Stunde dauern kann, letztendlich ein paar brauchbare Sekunden Filmmaterial zu bekommen, erfährt man dort nicht.
Wichtig sind mir neben der praktischen Erfahrung auch die "Insider"-Tipps, Rat- und Vorschläge zu Bewerbungen und Anstöße neue Ideen zu entwickeln. In unseren Gesprächen gibt mir meine Mentorin Denkanstöße, die mir z.B. neue berufliche Perspektiven aufzeigen.

Ich bin froh, dass ich die Chance genutzt habe und mich beim Mentorinnen-Netzwerk gemeldet habe. Ich habe mir schon vor der Vermittlung überlegt, was für Vorteile eine solche Kooperation hat, aber alle meine Erwartungen wurden übertroffen. Ich profitiere schon von den Gesprächen zwischen mir und meiner Mentorin, da sie über Berufserfahrung verfügt und
die Lage einer Frau in einem von Männern dominierten Beruf kennt.

 

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