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Workshop für Studentinnen höherer
Semester und Absolventinnen
Langsam bekomme ich einen Eindruck davon,
wie wichtig es ist, Frauen, die in der gleichen Lebensphase sind
wie ich, zu treffen und kennenzulernen. Nur wenn ich die von Frau
Asgodom erwähnten "Bühnen" nutze, bin ich nicht
allein in dieser schwierigen Situation - nach Studium bzw. Promotion,
vor dem Berufseinstieg - und bekomme Anregungen, Informationen,
lerne andere Menschen kennen und lerne vor allem mich besser kennen.
Eine dieser "Bühnen" war das Berufsplanungsseminar
für Frauen am 31. Oktober und 1. November 2002, organisiert
von der Frauenbeauftragten der TU Darmstadt in Zusammenarbeit mit
der zentralen Studienberatung. Die Inhalte reichten von der Erstellung
einer persönlichen Visitenkarte (Herausarbeiten der persönlichen
Fähigkeiten und der Fachkompetenz) bis zur Analyse von Stellenanzeigen,
schriftlicher Bewerbung und Vorstellungsgespräch. Außer
Studentinnen der TUD fanden sich auch vier Mentees des MentorinnenNetzwerks
ein, um in den nächsten zwei Tagen neben den Seminarinhalten
interessante Kontakte zu knüpfen.
Es kamen in diesem Seminar fünfzehn Frauen
aus unterschiedlichsten Fachgebieten zusammen, die das gleiche Ziel
haben: Sie wollen früher oder später einen interessanten
Job bekommen, der ihren Fähigkeiten entpricht und der bei der
einen oder anderen mit der Familie zu vereinbaren ist. Der Weg dorthin
ist schwierig, ganz besonders im Herbst 2002. Wir sind schließlich
nicht die einzigen qualifizierten Akademikerinnen, die sich auf
die wenigen freien Stellen stürzen. In den zwei Seminartagen
habe ich ein Stück von meiner Angst verloren, im Konkurrenzkampf
auf dem Arbeitsmarkt unterzugehen. Das wichtigste für mich
aber waren die Bekanntschaften, die ich machen konnte und der Austausch
von Erfahrungen. Es wurde einfach nicht langweilig, da jede der
teilnehmenden Frauen ein abwechslungsreiches Leben führt und
den anderen davon erzählte. Bemerkenswert wieviel Potenzial
in uns steckt und welche Möglichkeiten sich daraus für
uns ergeben, das mußten wir immer wieder feststellen! Mit
diesen Erfahrungen werde ich alle Seminare dieser Art nutzen, sie
bereichern mich in jeder Hinsicht und ich kann allen anderen Frauen
und auch Männern empfehlen, das ebenfalls zu tun!
"Netzwerken" funktioniert!
Zum Schluß noch eine kleine Bemerkung zum MentorinnenNetzwerk:
Durch die Auftaktveranstaltung, den Seminarbaustein I und das Berufsplanungsseminar
habe ich innerhalb von zwei Wochen mindestens 30 Frauen kennengelernt,
deren Adressen ich nun in meinem Ordner aufbewahre. Inzwischen sind
schon außerhalb des MentorinnenNetzwerks Treffen und Telefonate
zustande gekommen, in denen ich mich austauschen konnte, in denen
Tips gegeben und Ansprechpartner für spezielle Probleme vermittelt
wurden. Alles in Allem habe ich jetzt trotzdem noch keinen Job,
aber wenn es mal wieder besonders deprimierend ist, und die Absagen
ins Haus flattern, dann denke ich an Frau Asgodom, die Power-Frau,
und alle anderen Frauen, die unermüdlich und mit viel Engagement
ihren Weg suchen und schließlich auch finden werden!
Isabel
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