Bilge Gündüz, Master-Studentin Chemie, Goethe Universität

Das Verständnis meiner Mentorin hat mir sehr gut getan. Als Französin mit algerischen Wurzeln teilt sie meine Migrationserfahrungen. Sie hat das erlebt, was ich auch erlebe. Sie hat mir sehr bei der Erstellung meiner Bewerbungsunterlagen geholfen. Man erkennt im Mentoring-Prozess, dass erfolgreiche Frauen zu Beginn ihrer Karriere die gleichen Fragestellungen hatten und bei ihnen auch nicht immer alles glatt lief. Das gibt viel Motivation.

Selena Koch, Bachelor-Studentin Maschinenbau, FH Frankfurt am Main

Als der Brief vom MentorinnenNetzwerk in meinem Briefkasten lag, war mein erster Gedanke „Das ist genau das, was ich brauche!“. In meiner Familie hat außer mir niemand studiert und es gibt keinerlei Kontakte in die Automobilbranche. Bei der Auftaktveranstaltung lernte ich meine Mentorin dann kennen. Ich erklärte ihr, dass meine große Leidenschaft eigentlich Motorräder, die Aussichten auf eine Stelle in diesem Bereich aber klein seien, und ich den Gedanken deshalb schon fast völlig verworfen habe. Daraufhin sagte sie sofort, dass ich es versuchen solle und sich sicher etwas finden würde. Zunächst waren Dinge zu klären, die ich bisher noch gar nicht bedacht hatte: Zulieferer oder Hersteller? Mittelständisch oder besser Großunternehmen? Meine Mentorin klärte mich über die grundlegenden Unterschiede auf. Heute kann ich sagen, dass ich eine Praktikumsstelle mit anschließender Abschlussarbeit und Übernahmechance in der Forschung und Entwicklung eines renommierten Motorradherstellers gefunden habe und als eine von sechs Frauen unter rund 250 Entwicklungsingenieuren arbeite.

Pinar Boyaci, Doktorandin Maschinenbau, Universität Kassel

Meine Mentorin ist während unserer Kooperation Mutter geworden und weiterhin Führungskraft bei VW geblieben. Damit hat sie mir nicht nur die Karrierechancen als Frau in einem Großunternehmen aufgezeigt, sondern sie hat mir auch an ihrem eigenen Beispiel die Vereinbarkeit von Familie und Beruf vorgeführt. Darüber bin ich sehr dankbar, denn man hört zwar immer häufiger, dass Frauen heutzutage keine Karriere- oder Kinder-Entscheidung mehr treffen müssen, aber es in der Realität mitzuerleben hat einen weitaus höheren Stellenwert.